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Foto: Markus Brändli | Quelle: teckbote.de

VfL Kirchheim - 1. FC Donzdorf 4:3 (2:1) | Bezirksliga Neckar-Fils | 14. Spieltag

 

Die "Blauen" trotzen dem Schlendrian

 

Zuerst sieben Gegentreffer in elf Spielen, jetzt allein sechs in den letzten beiden Partien in Neidlingen (3:3) und am gestrigen Sonntag beim 4:3-Sieg gegen Donzdorf. Zahlen, die belegen, dass bei Fußball-Bezirksligist VfL Kirchheim in der Defensive etwas der Schlendrian eingekehrt ist. „Wir haben dreimal den Gegner eingeladen und sind vor allem bei Standards zu nachlässig. Ansonsten haben wir gegen eine gute Mannschaft ein sehr gutes Spiel gemacht“, urteilte VfL-Trainer Michel Forzano. Nach dem überraschenden 2:2-Ausgleich nach einer guten Stunde sorgten Samuel Bosler (73.), der nur kurze Zeit später auch noch einen Foulelfmeter verschoss, und Meksud Colic (81.) mit seinem zweiten Treffer, einem schön verwandelten Freistoß, für klare Verhältnisse. Colic ist im Sturm die Kirchheimer Lebensversicherung und führt mit nun 15 „Buden“ die Torschützenliste an. Am nächsten Sonntag haben die „Blauen“ die Chance per Auswärtssieg bei Schlusslicht Rechberghausen die Herbstmeisterschaft zu feiern, da Spitzenreiter Eislingen dann spielfrei ist.

Foto: Genio Silviani | Quelle: teckbote.de

TV Neidlingen - VfL Kirchheim 3:3 (1:1) | Bezirksliga Neckar-Fils | 13. Spieltag

 

Derby entpuppt sich als Spektakel

 

Was für ein Spektakel: Bei strömendem Regen unterm Reußenstein haben sich die Kicker des TV Neidlingen und des VfL Kirchheim nichts geschenkt - und trennten sich am Ende torreich 3:3 (1:1). Beim gestrigen Fußball-Bezirksliga-Derby kam so ziemlich jeder auf seine Kosten: die von Kampfgeist hochmotivierten Gastgeber und deren nicht minder motivierte Anhang ebenso wie die spielerisch überzeugenden Kirchheimer. Die verloren zwar durch das Unentschieden die Tabellenführung, bleiben aber auf Tuchfühlung am neuen Spitzenreiter 1. FC Eislingen dran, der ohnehin ein Spiel mehr auf dem Konto hat.

 

Angriff ist die beste Verteidigung, war zu Beginn der Partie die Devise beim TVN. Die Offensivreihe des VfL wurde permanent hoch angelaufen und damit in ihrer Entfaltung empfindlich gestört. Ein Kirchheimer Ballverlust in der Neidlinger Spielhälfte führte per fein vorgetragenem Konter und einem ebenso genauen Pass von Steffen Kuch zum frenetisch bejubelten 1:0 für die Hausherren (11.) durch Spielertrainer Patrick Kölle. Danach ließ sich der TVN zunächst etwas fallen und überließ dem VfL viel Platz im Mittelfeld. Vor dem Tor freilich war für die Forzano-Truppe meist Endstation. Zu umständlich agierten die Kirchheimer in dieser Phase. So dauerte es bis zur 42. Minute, ehe Meksud Colic per Freistoß den Halbzeitstand herstellte. Tim Mohoric hatte kurz darauf auf der Gegenseite eine ähnliche Chance. Sein Freistoßknaller prallte von der Latte jedoch ins Feld zurück. Das Fazit zur Halbzeit war schnell gezogen: Die Einheimischen waren das gefährlichere, der VfL das spielerisch bessere Team.

Nach dem Pausentee drängten die Kirchheimer auf die Führung - und liefen prompt in einen von Lukas Pflüger per sehenswerter Einzelleistung vollendeten Konter (60.). Eine in dieser Phase völlig indisponierte VfL-Hintermannschaft stand dabei nur Spalier. Als Fabian Latzko kurze Zeit später das 3:1 per Kopf markierte (66.), schien das Spiel gelaufen. Doch die Kirchheimer rissen sich am Riemen und produzierten noch eine Vielzahl an Torchancen durch Colic, Samuel Bosler und Sascha Flegel. Immer wieder stand jedoch der gut aufgelegte Pascal Greschner im Neidlinger Tor oder ein Abwehrbein im Weg. Dennoch gelang es den Gästen mit einer Energieleistung binnen zwei Minuten durch Treffer von Sasa Lukic (81.) und Tim Sternemann (82.) zumindest einen Punkt aus Neidlingen mitzunehmen. TVN-Coach Patrick Kölle war nach Spielschluss zufrieden: „Die Leistung und das Ergebnis stimmen aus meiner Sicht. Wir haben viel investiert und einen Punkt gewonnen.“ VfL-Trainer Michel Forzano resümierte etwas kryptischer: „Mein Team hat heute trotz des Unentschiedens Siegermentalität bewiesen.“

VfL Kirchheim - TV Nellingen 4:0 (0:0) | Bezirksliga Neckar-Fils | 12. Spieltag

 

VfL dreht nach der Pause auf

Das Weilheimer Wirken machte den VfL-Heimerfolg über den TV Nellingen für die Teckstädter doppelt schön. Nach einer einwöchigen Abstinenz steht der VfL durch das 4:0 wieder ganz oben. Fußball-Abteilungsleiter Marc Butenuth durchlebte dabei allerdings weniger schöne Phasen im Spiel. „Die erste Halbzeit war nicht gut für meine Nerven“, merkte der Funktionär an. Die Kirchheimer dominierten zwar, blieben aber in der Chancenverwertung blass. Ganz anders der Start in Halbzeit zwei. Felix Hummel traf binnen 120 Sekunden zweimal, Meksud Colic binnen sieben Minuten ebenso zweifach. „Es war wichtig, dass wir nach dem 1:0 gleich nachgelegt haben“, resümierte Butenuth, der sich zudem darüber freute, dass das Team im zweiten Spiel hintereinander ohne Gegentor blieb. Kommenden Sonntag könnte der TV Neidlingen die Kirchheimer bereits wieder vom ersten Tabellenplatz stürzen - der Spitzenreiter gastiert dann an der Schönbuchstraße - eine pikante Note des kommenden Duells.

 

VfL Kirchheim: Nico Nagel - Sternemann - Memic - Bosler (66. Piskureck) - Liebl (70. Helvaci) - Helber - Damanti (82. Willig) - Colic - Hummel (74. Hiller) - Lukic - Jan Nagel

 

TV Nellingen: Esselmann - Schröder - Celiktas - Tellioglu - Helaimia - Reitzle (76. Sitter) - Dölker - Kalender - Abanoz (46. KonyalI) - Seehas - Sanyang (76. Koc)

 

SR: Schweizer (Leonberg) | Zuschauer: 150

Quelle: FuPa

 

 

 

TSV Weilheim - VfL Kirchheim 0:0 | Bezirksliga Neckar-Fils | 11. Spieltag

 

Ein blauer Schlüssel ist das Wappensymbol der alten Zähringer-Stadt Weilheim. Aber einen Schlüssel zum Tor fanden weder die einheimischen TSV-Kicker noch die „Blauen“ vom VfL Kirchheim. Im mit Spannung erwarteten Bezirksliga-Derby trennten sich der Landesliga-Absteiger und der bisherige Tabellenführer unspektakulär torlos unentschieden.

 

Die Platzherren können mit dem Remis im Prestigeduell allerdings besser leben als die Gäste. Fast hätten sie den Spielverlauf in der 74. Minute sogar überraschend auf den Kopf gestellt, als Salih Egrlic einen 25-Meter-Freistoß an den Pfosten setzte. Trainer Benjamin Geiger nach dem vierten Spiel in Folge ohne Niederlage: „Es war wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Klar, unser Spiel nach vorne hat noch Luft nach oben. Aber die Einstellung stimmt. Wir haben die Zweikämpfe intensiv geführt und uns den Punktgewinn hart erarbeitet.“

Großen Anteil daran hatte Torwart Ali Sahin. In der Endphase hielt er dreimal glänzend, fischte einen Kopfball von Lukic aus dem Winkel, drehte einen Bosler-Schuss um den Pfosten und legte sich im richtigen Moment quer, als Tim Stirnemann allein auf ihn zustürmte. „Er hat uns im Spiel gehalten“, lobte der Trainer.

Eine seiner Rettungsaktionen war allerdings sehr umstritten. In der 17. Minute fing Sahin einen Kopfball von Meksud Colic nach Meinung der Kirchheimer hinter der Torlinie. Der Unparteiische gab den Treffer nicht. Was VfL-Trainer Michel Forzano erzürnte: „Der Ball war einen halben Meter drin. Ich kann nicht verstehen, dass uns der Verband so einen Schiedsrichter schickt. Unsere Spieler wurden häufig heftig attackiert, aber er hat das fast nie mit einer Karte geahndet.“

Dass der kurze Kirchheimer Auftritt an der Tabellenspitze mit dem schmucklosen Remis gestern jäh beendet wurde, steckte Forzano lockerer weg: „Ich bin nicht so enttäuscht. Die Mannschaft hat alles gegeben, nur die Chancen nicht rein gemacht. Alles halb so wild. Ich schaue erst nach der Vorrunde wieder auf die Tabelle.“ Seine Mannschaft ist nun seit acht Spielen ungeschlagen.

Einziger Gewinner des Spiels war TSV-Schatzmeister Manfred Herrmann, der für einen erkrankten Kollegen ausnahmsweise als Stadionsprecher eingesprungen war. Endlich klimperte es mal wieder ordentlich in seiner Kasse. Fast 300 Zuschauer, obwohl ringsum in Neidlingen, in Jesingen, bei Catania Kirchheim ebenfalls Fußball gespielt wurde. Das konnte sich sehen lassen.

 

 

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